Michael Ende: Die unendliche Geschichte

Dass die Idee utopischer Geschichten nicht in Amerika -> Hollywood), sondern in Deutschland (->Märchen) erschaffen wurde, ist hinlänglich bekannt. Verwunderlich ist dann umso mehr, dass deutsche Vertreter dieser Sparte unbekannt sind oder gar ignoriert werden. Es gibt auch deutschsprachige Vertreter, die sich durchaus mit dem Herrn der Ringe und Konsorten messen können.
Einer davon ist Michael Ende. Mit der Unendlichen Geschichte hat er sich ein literarisches Denkmal für alle Zeiten gesetzt. Worum geht es? Der junge Bastian Balthasar Bux klaut ein Buch, von dessen merkwürdigem Einband er fasziniert ist. Er zieht sich zurück auf den Dachboden seiner Schule und fängt an zu lesen. Im Text begegnet ihm der junge Atreju und sein Pferd Artax. Deren Aufgabe ist es, das Land Phantasien zusammen mit dem Glücksdrachen Fuchur vor der Auflösung zu retten. Richtig gelesen: ganz Phantasien verschwindet nach und nach! Dabei soll ihnen ein junger Held helfen - bloß wer ist das?
Mit der Zeit wird Bastian immer mehr vom Buch eingenommen, bis er schließlich selbst Bestandteil Phantasiens ist. Dort stellt sich heraus, dass er der gesuchte Held ist. Fortan begleitet der Leser die Gefährten auf der Reise durch das Land. Dabei begegnen sie allerlei seltsamen Kreaturen. An was Phantasien genau krankt, ob und wie es gerettet werden kann, das müssen Sie schon selbst lesen...
Im Grunde genommen geht es dem Leser nicht anders als Bastian: Die Geschichte liest sich flott und spannend, sodass man quasi in das Buch eintaucht. Frei wird man erst mit der Gesundung Phantasiens. Von daher sollte das Buch unbedingt gelesen werden!

P.S.: Kleiner Tipp: Greifen Sie auf eine ältere Ausgabe zurück. Diese sind in zwei Farben verfasst: Die Wirklichkeit ist blau, die Phantasie grün gedruckt!